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So sieht der Alltag in einem Tierheim / Auffangstation aus...

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Gnadenhof

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Montag, 11. Oktober 2010, 18:40

So sieht der Alltag in einem Tierheim / Auffangstation aus...

Was ist denn eigentlich so alles zu tun in einer Auffangstation und wie sieht der Tagesablauf aus?

Viele fragen mich „mein Gott, wie schaffst Du das alles? Das ist doch ein Fulltimejob wo man 24 Stunden am Tag zu tun hat“

Ja, da habt Ihr garnicht so unrecht. Nunja, es ist ja nicht nur so dass die Tiere versorgt und gefüttert werden müssen, sie brauchen Pflege, kranke Tiere brauchen meist rund um die Uhr Betreuung und müssen gepäppelt werden, sie brauchen Aufmerksamkeit, auch Streicheleinheiten und alle wollen bei Frauchen natürlich an erster Stelle und im Mittelpunkt stehen. Im Frühjahr sind viele verwaiste Tierbabys die alle 2 Stunden ihre Flasche brauchen, das Bäuchlein gestreichelt werden muss um den Darm & Blase anzuregen, da sie Babys es noch nicht alleine können, sauber machen usw...

Wie läuft also ein Tag zum Beispiel an einem Sonntag wo andere ihren Familientag haben bei mir so ab?

Nach dem aufstehen (unausgeschlafen natürlich, da ich vor 6:00 Uhr in der Früh nicht ins Bett komme) wird als erstes bevor man an sich selber denkt die „Morgenrunde“ gedreht. Bevor man dazu kommt stolpert man als erstes möglicherweise in ein Hundehäufchen von Pflegehunden die noch nicht stubenrein sind und in große Seen wo sie ihr Pipi gelassen haben (obwohl die Tür und Hundeklappe immer offen steht) Also erstmal Küchentücher und alles einsammeln, Handtuch im die Pipiflecken wegzumachen und danach Wischmopp und wischen… Dann hat man es zumindest schonmal bis zur Toilette geschafft und kann dann erstmal selber dort Pipi machen bevor es weitergeht. (waschen und Zähne putzen ist da noch nicht drin, das kann erst geschehen, wenn die erste Runde gezeigt hat dass alles in Ordnung ist) Da man gerade im Bad ist macht man auch gleich die Katzentoilette Nr.1 (von 4 Toiletten) sauber die im Bad steht bei den Katzenbabys oder Katzenpfleglingen die ihre Quarantaine noch benötigen. *zwischendurch klingelt das Handy* Also gut, es geht weiter Richtung Küche… OH, die Müllbeutel sind ja auseinander genommen und überall verteilt, mal schauen wo das Innenleben der Säcke diesmal überall verteilt ist… Also einen neuen Müllbeutel und die ganzen Wege ablaufen und einsammeln wo Hunde und Katzen alles verteilt haben… selbstverständlich übers gesamte Grundstück und in ganz ganz kleine Schnipsel alles verteilt *grins* Wäre ja sonst langweilig wenn Frauchen alles an einer Stelle hat. *zwischendurch klingelt das Handy* Wenn man schon gerade dabei ist kann auch auf dem Rückweg ein Eimer geschnappt werden und die "Hundehaufen" im Garten eingesammelt werden... Mittendrin und hinterher laufen dann Katzen und Hunde die Hunger haben und nach Frühstück betteln, also erstmal mit den wieder eingesammelten Müll in Richtung Küche und 10 Tütchen Katzenfeuchtfutter in verschiedene Näpfe verteilen und dann sind die Hundenäpfe dran. Manchmal auch umgekehrt, was mir eben als erstes in die Hände kommt. Dann werden jeweils Hunde und Katzen Trinknäpfe aufgefüllt. Alle Tiere bekommen hier Wasser aus der Flasche und nicht aus dem Hahn, was dann natürlich noch etwas zeitaufwendiger wird. Sind die ersten Raubtiere satt geht es Richtung Wintergarten und dort wird erstmal jedes einzelne Gehege / Volieren usw. angeschaut ob alle Tiere okay sind oder irgendwelche Problemchen sind oder Verschmutzungen die schnell entfernt werden müssen oder ob eines der Tiere Durchfall hat usw. WENN alles in Ordnung ist (gehen wir jetzt mal davon aus, ansonsten wird der Text hier unendlich) werden die durchschnittlich 25 Trinkflaschen der Kaninchen und Meerschweinchen aufgefüllt, dann gibt es das erste mal Frischfutter und die Trockenfutterschalen werden auch aufgefüllt. Das sind im Durchschnitt ca. 20 – 30 Näpfe die zu füllen sind und ca. 5 Kilo Möhren (die natürlich meist auch noch geschält und geschnitten werden müssen wenn sie schon einige Tage liegen) Frisches Heu braucht natürlich auch noch jedes Tier. *zwischendurch klingelt mehrmals das Handy*

Wenn man damit fertig ist und wirklich nichts dazwischen gekommen ist (was sehr sehr selten ist) dann sind schon die Hunde da die permanent mit dem Ball hinterher laufen dass man den Ball nun endlich mal schmeißt. Also werden sie erstmal beschäftigt… Zwischendrin werden noch die Hundepools sauber gemacht und frisches Wasser rein gemacht damit sie wieder baden können.

Wie sieht es aus mit sauber machen? Da war doch noch was… Nach etwa 5 – 6 Stunden und 8 Innengehege, 3 Großinnengehege und einem 8 Etagen Rattenstall erinnert man sich dann mal dass man eigentlich noch garkeine Zähne geputzt hat und der Magen ganz schön knurrt. Hmmm, ist denn eigentlich Zeit um einen Happen zu essen? Eigentlich nicht, es müssen ja noch die Außenställe gemacht werden und das sind in dem Dreh 10 Stück bei den Vermittlungstieren. Aber dann sind ja schon wieder 2 Stunden um… *zwischendurch klingelt etwa 10 mal das Handy*

Man bedenke es geht darum wenn wirklich nichts dazwischen kommt, und meistens ist es immer so dass viele Leute vor der Tür stehen, die Tiere abgeben wollen oder sich gerne ein neues Familienmitglied aussuchen möchten und adoptieren möchten. Meist möchten sich die Leute dann auch noch umschauen oder möchten noch quatschen… Da man ja nicht als unfreundlich rüberkommen möchte und seinen Besuch nicht drängen möchte vergeht dann auch noch ein Weilchen bis man weiter machen kann.

Erstmal geht es jetzt ab zum Waschbärgehege was meist am stärksten verwüstet und verschmutzt ist. Katzenklo sauber machen (die Waschbären sind stubenrein und gehen aufs Katzenklo) und das ganze Gehege ausfegen, alles wieder an seinen Platz stellen, die Futterschüsseln auffüllen, danach das große Badebecken rausnehmen, das wird draußen dann richtig sauber gemacht (täglich, da Waschbären alles darin waschen und immer schlimm aussieht) und dann wird es wieder rein gestellt in das Gehege und mit frischem Wasser aufgefüllt, Streicheleinheiten und spielen gehört auch noch dazu, die Waschbären kommen gleich an und beklettern einen und wollen Aufmerksamkeit.

Ich vergass zu erwähnen dass ja zwischendurch auch immer wieder irgendwas kaputt geht und repariert werden muss, das passiert dann auch zwischendurch und all die ganzen alltäglichen Dinge die man im „normalen“ Haushalt erledigt kommen natürlich auch noch hinzu.

Das Handy klingelt zwischendurch, man hat eigentlich garkeine Hand frei und auch den Kopf nicht frei um zu telefonieren, aber eine Auffangstation klappt ja nunmal nur über Kontakte und Telefonate und Emails… apropo Emails, da war doch noch was, also ab zum Computer und Emails schicken. Auweia, schon wieder knapp 40 Emails die beantwortet werden müssen, da sind auch ganz schnell wieder 1-2 Stunden rum, zwischendurch klingelt es wieder an der Haustür… Die Inserate in diversen Kleinanzeigenmärkte müssen auch täglich erneuert und aktualisiert werden...

Unsere Postfrau wartet schon garnicht mehr auf mich, sie weiß dass ich / wir viel zu tun haben und kommt mit den Paketen wo Futter, Streu und alles was Tier so braucht drinnen ist auf den Hof. Vorher holt sie sich aus dem Wintergarten noch den Bollerwagen, weil die Pakete mit Futter und Streu meist um die 25 Kilo wiegen und nicht nur ein Paket ist. Unterschreiben brauche ich auch schon nicht mehr, wir haben eine Vereinbarung unterschrieben dass hier jeder Helfer die Pakete entgegen nehmen darf oder sie sie einfach abstellt drinnen. Wenn ich natürlich gerade nichts zu tun habe helfe ich ihr selbstverständlich mit den Paketen. Dann geht’s los mit Pakete auspacken und alles einräumen wo es hingehört… *zwischendurch klingelt wieder das Handy* Apropo, da war doch noch was… Essen? Trinken? Der Magen knurrt noch immer, aber gerade jetzt ist absolut keine Zeit dafür… Aber für ein Stück Schokolade (sehr gesund) ist ja schnell Zeit und Platz…
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Gnadenhof

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Montag, 11. Oktober 2010, 18:42

Fortsetzung, habe leider nicht so viel Zeichen zur Verfügung in einem Beitrag

Auf den Weg nach drinnen riecht es nach Katzenklo, Auweia, die wurden ja noch garnicht sauber gemacht… also ran da und die Toiletten machen… *zwischendurch klingelt wieder das Handy*

Übrigends innerhalb der Woche sind natürlich noch Tierarztbesuche an der Tagesordnung. Ich frage mich manchmal echt warum meine Tierärztin nicht zu mir zieht *lach* kleiner Scherz am Rande…

Ein neues Abgabetier wird gerade abgegeben, also schnell einen „Kurzcheck“, Krallen schneiden wenn zu lang (was zu 90 % immer der Fall ist) Bäuchlein abfühlen, Augen anschauen, Hinterteil anschauen ob Durchfallerkrankungen erkennbar sind oder gar Kokzidienbefall, schauen wie die Nase aussieht (Schnupfen usw.) nochmal Hinterteil begutachten ob es wirklich das Geschlecht hat wie gesagt wurde, neuen Quarantaine Käfig/Stall vorbereiten, frisches Wasser, Futter, Obst, Gemüse und Heu geben, mit Milbenspray vorsorglich einsprühen und dann erstmal in Ruhe lassen dass das Tier nicht gleich am ersten Tag gestresst wird. Morgen ist ja auch noch ein Tag, geimpft und entwurmt muss auch noch werden und wenn es ein unkastriertes Böckchen ist einen Kastrationstermin machen. *zwischendurch klingelt wieder das Handy*

Es ist natürlich nicht so der Fall, dass nur ein Abgabetier pro Tag ist, meist sind es mehrere… *zwischendurch klingelt das Handy*

Wie spät haben wir es eigentlich? Oh schon 20:00 Uhr… *zwischendurch klingelt das Handy*

Wie sieht es eigentlich mit Essen aus? Der Magen knurrt und es werden noch so viele Sachen aus dem Baumarkt wieder benötigt, Gut, also erstmal einen Zettel schreiben was alles aus dem Baumarkt gebraucht wird… Wenn man schonmal in der Nähe ist *zwischendurch klingelt das Handy* kann man auch gleich am Computer wieder die nächsten Emails beantworten, Ohjeh, schon wieder so viele… *zwischendurch klingelt das Handy* Es ist ja schon 22:00 Uhr, jetzt muss aber was gegessen werden… *zwischendurch klingelt das Handy* Habe ich nicht reingeschrieben Telefonkontakt nur bis 20:00 Uhr??? Hm, okay, kein Problem, kann ja ein Notfall oder was wichtiges sein… „Hallo, mein Name ist…, ich wollte fragen ob ich mein Kaninchen bei Ihnen abgeben kann, ich habe eine Allergie bekommen“ *sorry, das war jetzt etwas ironisch, aber musste jetzt sein, denn viele dieser Anrufe sind so, ich möchte aber bitte nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt auch viele super nette Menschen die sich aus privaten oder Umzugsgründen oder Beißerein untereinander trennen müssen von ihren Tieren, aber ich wollte nur mal diesen „vielleicht wichtigen Notfall Anruf“ erwähnen*

So, der Magen ist jetzt mittlerweile voll, viel zu voll, denn wenn man den ganzen Tag nichts gegessen hat passt garnicht mehr so viel rein… komisch… *zwischendurch klingelt das Handy*

Jetzt aber erstmal ab in die Badewanne bevor es weiter geht. Entweder durchgefroren und nasse Füße oder durchgeschwitzt, also das typische alltägliche Abendritual Badewanne… Entspannung kann man es aber nicht nennen, sondern eher das schnelle Bad mit sauber schrubben… Zwischendurch beim abtrocknen hängen wieder einige Katzenbabys die zur Aufzucht hier sind am Bademantel oder Handtuch, die auch beschäftigt werden wollen und Aufmerksamkeit sowie Streicheleinheiten brauchen, also ersteinmal runterschalten mit der Euphorie und sich den Katzen widmen, viele sind auch noch sehr ängstlich und scheu sodass man viel Einfühlungsvermögen und Zeit benötigt… Die Futterschale ist übrigends auch schon wieder leer und wird aufgefüllt, oh das Katzenklo ist auch schon wieder recht voll, also das auch noch schnell fertig machen *zwischendurch klingelt das Handy* - Neee, war ein Scherz, wollte mal zwischendurch ein grinsen auf Deine Lippen sehen –

Waschmaschine wird voll gemacht, die dreckigen Handtücher und die Sachen von heute, Hunde und Katzendecken werden gewaschen, dann nachts um 1 oder 2 Uhr aufhängen in der Hoffnung dass sie am nächsten Tag trocken sind…

Die Langhaarkatzen werden zwischendurch auch gekämmt und gebürstet. Meist machen es Silvie und Norbert zusammen. Einer muss festhalten, der andere kämmt.

Dann kommt endlich die Abendrunde. Nochmal schauen welche Trinkflaschen und Näpfe alle sind und auffüllen und wer kein Frischfutter mehr drinnen hat, alle Arbeitsmaterialien ordentlich weg räumen und vor allem aus dem Weg und sicher wegräumen, damit die Hunde es nicht am nächsten morgen zerstückelt auf dem Grundstück verteilen… oder sich gar verletzen können. Das Wohnzimmer wird auch zwischendurch durchgefegt und die anderen Räume weil man ja mit Schuhen rein und raus geht und die Tiere natürlich auch. Besonders toll ist es wenn es matschig draußen ist, dann reicht der Besen nicht mehr aus und der Wischmopp ist an der Reihe und die Hunde sind so verschmutzt dass sie manchmal auch in die Wanne müssen…
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Gnadenhof

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Montag, 11. Oktober 2010, 18:42

so, nun der letzte Teil

Ohjeh, die Küche sieht ja auch aus wie ein Schlachtfeld… heute noch schnell machen oder auf morgen verschieben? Nee, morgen steht so viel an, lieber heute noch. Gut dass ein Geschirrspüler da ist. Oh nein, der muss ja noch ausgeräumt werden… So, alle benutzen Näpfe und Flaschen rein und an das Gerät… Mittlerweile ist die Waschmaschine auch fertig und die Wäsche kann aufgehängt werden, ach wie schön ruhig es mittlerweile ist, keiner klingelt an der Haustür, das Handy liegt schon im Schlafraum (wo sich auf dem Bett übrigends schon einige Katzen es sich gemütlich gemacht haben und garkein Platz mehr für Frauchen ist)

So, nun aber die letzte abschließende Nachtrunde drehen ob wirklich alles okay ist, alle Käfige, Gehege, Volierentüren zu sind, alle gut versorgt sind, keiner etwas hat und wirklich alles gut ist, sonst kann ich kein Auge beruhigt zumachen wenn ich nicht versichert bin dass wirklich alles in ordnung ist und alle wunschlos glücklich.

Apropo wunschlos glücklich, ich vergaß ja zu erwähnen dass beim lang ersehnten Abendessen man natürlich auch nicht seine Ruhe hat. Aufeinmal sind alle Katzen und Hunde wieder da und die beiden Papageien kommen an um dir auf dein Essen zu starren in der Hoffnung dass Frauchen etwas fallen lässt oder freiwillig abgibt. Lautstark geben die Katzen zu verstehen dass sie ja soooooooo ausgehungert sind und ja niiiiiiiiiiiiie bei mir was zu futtern bekommen (zumindest tun sie immer so wenn ich mal was essen tue) Aber jetzt nochmal aufstehen um 10 Katzen versuchen auszusperren und zurück zum Tisch kommen und mit entsetzen feststellen dass die restlichen Katzen mittlerweile dein Teller leer gefuttert haben????? Neeeneeneee, dann lieber damit leben dass man einfach nicht alleine essen kann bei mir. Übrigends wusstet Ihr schon wie gut Französische Bulldoggen Pupsen können? Ahhhhhhhhhhhh und das beim essen!!!!!!!!!!!!!! Menno.

Aber mal ehrlich? Könnte ich so einen ganz normalen Alltag gegen irgend etwas auf der Welt eintauschen wenn Dich nachts wenn Du im Bett liegst mit den Gedanken bei den kranken Tieren und den Besorgungen und Terminen für den nächsten Tag schnurrende Katzen ankommen, sich Ruheausstrahlend auf Deinen Schoß legen (nachdem sie auf die Tastatur des Laptops getreten sind und deine lange Email gelöscht ist die Du gerade etwa 10 Minuten lang verfasst hast) das Köpfchen schnurrend an deinen Kopf legt, die Hunde genüsslich und seelenruhig schnarchen (und Pupsen) , du siehst wie glücklich und ausgeglichen sie sind, welche Freiheit sie hier haben, was für ein Leben sie hier haben, Du gehst abends in die Küche um Dir ein Mitternachtssnack in Form eines Stücks Schokolade als Betthupferl holst) überall die Katzen gemütlich verteilt schlafen siehst und grinsen musst wie und vor allem wo sie ihre Lieblingsschlafplätze haben (auf dem Herd, in einem Karton der vergessen wurde wegzuräumen, im Bett, auf dem Fernseher, auf dem großen Rattenkäfig, auf der Arbeitsplatte, auf dem Tisch, einfach da wo sie wollen und ich ihnen auch nicht nehme…) Sie schauen Dich an, schnurren wohlfühlend wenn sie dich sehen, lassen sich nochmal streicheln und räkeln sich genießerisch… Du siehst wie die Kaninchen aneinander gekuschelt und wirklich wohl fühlend alle viere von sich strecken und schlafen, die Vögel machen nochmal zur Kontrolle ein Auge auf, diese Gemütlichkeit und Wohlfühlkeit die die Tiere in der Nacht ausstrahlen nach solch einem stressigen Tag, das Gefühl wieder ein Tier vor dem aussetzen oder dem Tode gerettet zu haben, das Gefühl wieder einem oder mehreren Tieren bei liebevollen neuen Familien ein wunderschönes zu Hause gegeben haben zu können die sich über ihr neues Familienmitglied freuen… Was bitteschön soll ich den den ganzen lieben langen Tag machen wenn all das nicht wäre was ich hier habe und auch zu tun habe… den ganzen Tag Fernsehen schauen? Aus langeweile irgendwann vielleicht noch zur Flasche greifen? (Übrigends habe ich seit fast 15 Jahren keinen Alkohol mehr zu mir genommen nach meiner Jugendzeit) Im Internet rumchatten und flirten und auf irgendwelche Typen reinfallen???? Nein, ich bereue nichts von dem was ich mache und wie ich es mache. Ich habe meine Lebensaufgabe und Lebenserfüllung gefunden, ich übernehme große Verantwortung gegenüber vielen Tieren, ich bin selber stolz auf mich wie und was ich geschafft und geschaffen habe und ich bin nicht allein….

Mein besonderer Dank geht natürlich an Silvie Endruhn (meine beste Freundin und Mitarbeiterin bei mir) die mich jedes Wochenende unterstützt, mir die größte Arbeit abnimmt und alle Käfige sauber macht und Tiere mitnimmt in ihre Pflegestelle, mir meine Probleme und Sorgen mit den Tieren anhört und eigentlich immer für mich da ist wenn ich sie brauche… Danke für alles meine Sonne…

Und natürlich geht der gleiche besondere Dank an Norbert Damm der im August bei mir mit eingezogen ist um mir hier tatkräftig unter die Arme zu greifen.

Oh, der Text ist länger geworden als geplant war ...

Hier noch ein paar Impressionen von meinem Hof warum ich das mache was ich mache...

Bilder sagen mehr als Worte...












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